Eine lichte Sache: die Fahrzeugbeleuchtung

Jeder Autofahrer kennt es: Per Knopfdruck wird das Licht eingeschaltet, und zwar im jeweils gewünschten Modus. Doch das war nicht immer so, denn auch die Fahrzeugbeleuchtung hat eine beeindruckende Evolution vorzuweisen.

Von der Laterne bis zum Halogen

Eine Welt ohne Beleuchtung ist schon längst nicht mehr vorstellbar. Das gilt sowohl im Wohnbereich, wo eine immer größere Auswahl an Leuchtmitteln für praktisch jeden Zweck existiert, als auch bei in der Automobilwelt.

Dort haben die Lampen ebenfalls eine bemerkenswerte Entwicklung hinter sich. Erst im frühen 19. Jahrhundert erfand der amerikanische Ingenieur Charles F. Kettering die elektrische Fahrzeugbeleuchtung, wie man sie heute kennt, allerdings in stark vereinfachter Form. Bis dahin ging es noch viel abenteuerlicher zu: Es wurden Laternen auf die Motorhaube gesetzt, deren Lichtausbeute natürlich recht überschaubar war.

Die Unterschiede werden deutlich, wenn man sich Fahrzeuge aus den verschiedenen Generationen ansieht. So beleuchtet der gute alte Bulli die Straßen noch auf herkömmliche Weise, nämlich mit Halogen. Die ersten Halogenlampen kamen in den 60ern auf den Markt, hergestellt von Philips, doch erst im folgenden Jahrzehnt wurden die Lampen in Serienfahrzeugen auch eingebaut. Die Halogenlampe bedeutete wegen ihrer guten Fahrbahnausleuchtung einen großen Schritt für die Verkehrssicherheit und wird in modernen Varianten bis heute in Fahrzeugen verbaut.

Bild: © istock.com/97

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Doch es sollte noch besser gehen: Die Autos wurden schneller und damit wuchs auch die benötigte Reichweite der Leuchtmittel. Mithilfe eines Edelgases wurde das Problem gelöst.

Die Straßen werden hell: Xenon macht es möglich

Anfang der 90er-Jahre erblickte dann die Xenontechnologie das Licht der Welt. Xenon ist ein Edelgas, das in der Anwendung für seinen intensiven Blaustich bekannt ist. Xenonlichter leuchten deutlich heller und weiter als herkömmliche Fahrzeuglampen, mit dem Nachteil, dass das Licht im Rückspiegel sowie auf der Gegenfahrbahn oft als störend, weil zu grell empfunden wird. Dennoch hat sich Xenon durchgesetzt und ist seit rund 15 Jahren auch in Form von Bi-Xenon-Scheinwerfern zu finden.

Davon profitieren auch Oldie-Besitzer. Da es aktuell im Trend ist, Oldtimer mit aktueller Technik auszustatten, erfreuen sich Xenon-Lichter auch bei VW Käfer, Ente und Co. immer größerer Beliebtheit. Die niedrigen Preise machen es möglich, denn gerade im Online-Handel sind die Glühbirnen schon für ein paar Euro erhältlich.

Eine weitere Steigerung ist übrigens das neue Laserlicht, wie es aktuell von BMW getestet wird. Laser ist so hell, dass es nur knapp unter der in der EU erlaubten Maximalleuchtkraft von 344 Lux liegt – die Fahrbahn wird also optimal ausgeleuchtet, allerdings sollte sich jeder Fahrer überlegen, wie die anderen Verkehrsteilnehmer diese Beleuchtung empfinden.

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